29.06.2012

"Unser Spiel auf das nächste Level bringen" - Chevon Troutman im Interview

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Chevon Troutman hat seinen Vertrag bei den Bayern um zwei Jahre verlängert und gönnt sich im Augenblick eine verdiente Auszeit in seiner Heimat in Williamsport in Pennsylvania, USA. Trotzdem hat sich Chevy die Zeit genommen, mit uns über seine Eingewöhnungsphase in München und seine Ziele für die kommende Spielzeit zu sprechen.

In der Offseason hast Du nun die Gelegenheit einfach mal abzuschalten. Wie verbringst Du diese Wochen?

Chevy: Ich versuche natürlich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Ich stehe zudem noch in sehr engen Kontakt mit meinem ehemaligen College-Team (Pittsburgh Panthers, Anm. d. Red.) und versuche dort jungen Talenten unter die Arme zu greifen, indem ich ihnen dabei helfe, den Sprung zum Profibasketball zu meistern.

Quasi als ein Mentor?

Chevy: So würde ich es nicht bezeichnen. Eher als ein freundschaftlicher Berater, der ihnen den ein oder anderen hilfreichen Tipp mit auf den Weg geben kann.

Du hast mehrfach betont, dass Du Dich in München ausgesprochen wohlfühlst. Was macht die Stadt so besonders?

Chevy: Zunächst ist die Architektur der Stadt wirklich schön und es gibt viele Dinge in München zu entdecken. Nun bin ich ja selbst in einer Großstadt aufgewachsen und liebe und genieße das Stadtleben mit allen Facetten. München hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Ich fühle mich dort wirklich wie zu Hause.

Man merkt, dass Du Dich schon wirklich gut eingelebt hast. Wie sieht es denn auf dem Court aus? Welche Unterschiede liegen zwischen der Beko BBL und den Ligen in Italien oder Frankreich?

Chevy: Die Ligen unterscheiden sich im Wesentlichen durch eine individuelle Spielauslegung. Für mich ähnelt die Spielweise in der Beko BBL sehr dem College-Basketball in den Staaten. Das gefällt und liegt mir.

Dennoch musstest Du Dein Spiel anpassen. In der Saison bist Du schließlich von der Centerposition auf die Position des Power Forwards ausgewichen.

Chevy: Ja, das war für mich natürlich schon eine Umstellung. Aber es ist mir egal auf welcher Position ich spiele. Ich bin mir meiner Rolle als Schlüsselspieler im Team bewusst, und wenn auf dem Feld eine Entscheidung von mir gefordert wird, dann treffe ich diese. Ganz egal, ob ich das auf der Vier oder der Fünf mache. Es ist mein Job und ich versuche alles, um meinem Team zu helfen.

Die letzte Saison war nicht einfach. Zu Beginn musste das Team auswärts einige Niederlagen einstecken. Im letzten Drittel der Saison habt ihr aufgedreht. Was waren die Gründe für diese Anlaufschwierigkeiten?

Chevy: Es ist immer schwierig, wenn neue Spieler zu einem Team zusammenkommen. Da kann nicht alles sofort rund laufen. Die unterschiedlichen Spielertypen brauchen Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen und müssen sich erst einspielen. Zudem lastete ein großer Druck auf uns. Wir waren von Anfang an die Gejagten. An diese Rolle mussten wir uns ebenfalls erst gewöhnen. Diese Hürden haben wir jedoch überwunden und gegen Ende der regulären Saison exzellent harmoniert. In den Playoffs konnten wir ebenfalls eine gute Leistung abliefern. Allerdings muss man den Dragons zugestehen, dass sie einfach den besseren Rhythmus hatten.

Was möchtest Du sowohl persönlich als auch im Team in der kommenden Saison erreichen?

Chevy: Ich selbst möchte einfach eine gute Saison auf hohem Niveau spielen. Für das Team hoffe ich, dass wir an unsere guten Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen und unser Spiel auf das nächste Level bringen können. Unser Ziel kann es nur sein, in den Playoffs weiter zu kommen als in der vergangenen Saison.
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